Anraser Pfleghaus zurück

Das Schöpferische als Lebenselixier
SommerausstellungLeonard Lorenz

Samstag, 27. Juni bis 30. August
 

Öffnungszeiten: Fr. 17.00-21.00 Uhr / Sa, So 10.00-17.00 Uhr
Eintritt 7.00 Euro / Bis 16 Jahre frei

LEONARD LORENZ

„Der Mensch ist in seinem tiefsten Wesen kosmischer Raum“

„Licht und Schatten bilden eine Einheit, weil sie das notwendige Energiefeld für das Schöpferische sind.“ Der Satz des Künstlers Leonard Lorenz soll zum tieferen Verständnis seiner Kunst am Beginn stehen. Die Gegensätze von Hell und Dunkel begleiten ihn auch in seiner Biografie. In ländlicher Umgebung und einfachen Verhältnissen aufgewachsen, folgen Entbehrungen, Perspektivlosigkeit, dann innere Revolte und ein eiserner Wille: Schnitzschule, Studium an der Akademie in München, Studienreisen, erste Aufträge.

Malerei und Skulptur sind im umfangreichen Werk gleichermaßen präsent. Öffentliche Großplastiken und Skulpturen für private Sammler unterstreichen Lorenz‘ kontinuierliche Auseinandersetzung mit der Dreidimensionalität. Und gleichwertig daneben die Malerei. Das Leitmotiv dafür: Sehnsucht. „Sie ist zu meiner Führung, meinem inneren Dirigenten geworden, um zu spüren und zu wissen, was zu tun ist“.

Die Ausstellung im Pfleghaus in Anras vereint auf mehreren Räumen auszugsweise das Lebenswerk des Künstlers. Der kosmische Raum ist dabei eine wichtige Konstante. „Zwischen Himmel und Erde“, „Den Himmel höherhängen“, „Schwingung II und III“, „Ich setzte den Fuß in die Luft“, „Visionär“, „Weltensegler“ verweisen auf ein tiefes Credo. Kraftströme sind es, die ihn über unsere Erde hinauszuschauen zwingen und in Skulptur und Malerei Entgrenzung zu suchen.

Bestimmend bleiben Bewegung und Energie mit sich überlappenden kantigen und geschwungenen Flächen, gebrochene Perspektiven im Raum. Manchmal wirkt die Bildfläche, als ob aufgefächerte Buchseiten sich bewegten. Es ist eine wirbelnde Dynamik, welche viele Kompositionen bestimmt. Und man kommt nicht umhin, futuristische Anklänge in diesen rhythmischen Arbeiten auszumachen.

Mehrere Perspektiven gleichzeitig darstellend und doch zu einer Ganzheit zu verschmelzen, zieht sich wie ein roter Faden durch die malerischen Werke. Bei den Skulpturen verliert das Metall seine Schwere, die massive Materie beginnt zu schweben und zu vibrieren, ihre Oberfläche atmet und lebt. Nichts ist starr und tot und plump an diesen Bildwerken. Da ist, um mit Rilke zu reden, „keine Stelle, die Dich nicht ansieht ….“.

Ermöglicht durch die großzügige Unterstützung von