Ein Konzertabend mit den Oberkärntner Bläsersolisten, der die Tradition der Harmoniemusik mit der Opernkunst verbindet. Werke von Antonio Rossetti, W.A. Mozart, G. Rossini, G. Donizetti und G. Verdi
Dirigent:
Hans Brunner
Solisten:
Anna Maria Unterrieder – Englischhorn
Michael Hasslacher – Gesang
Die Oper der Klassischen Epoche und die Harmoniemusik sind untrennbar miteinander verbunden. W.A. Mozart schreibt am 20. Juli 1782 an seinen Vater Leopold: „…bis Sonntag acht tag muß meine opera (Die Entführung aus dem Serail) auf die Harmonie gesetzt seyn – sonst kommt mir einer bevor – und hat anstatt meiner den Profit davon…“ Für diese damals neue Form der Bläserkammermusik schufen alle großen Komponisten eigene Werke. Sie trug aber auch, sowohl nördlich als auch südlich des Alpenbogens, dazu bei, die gerade aktuellen Opernschlager (meist in abendlichen Freiluft Konzerten – Serenaden) unters Volk zu bringen bzw. an den großen Fürstenhöfen der Erbauung zu dienen.
Das Collegio per Sonare hat sich zur Aufgabe gesetzt, diese jahrhundertealte Form der höfischen Bläsermusik wieder zu beleben und in zeitgemäßen Kontext zu stellen.
Programm (u.a.)
Georg Friedrich Händel – Einzug der Königin von Saaba
Giuseppe Verdi – Ouverture zur Oper Nabucco
Gaetano Donizetti – Concertino-Variationen für Englischhorn
Weiters Arien und Lieder für Tenor und Harmoniemusik
Zum Programm
Der an Johann Wolfgang von Geothes berühmten Reisbericht „Italienische Reise“ angelehnte Programmtitel soll die musikalischen Wechselwirkungen und gegenseitigen Beeinflussungen der Länder beiderseits der Alpen sichtbar machen, die in der Entwicklung der Oper am sichtbarsten sind und auch in den Bläserbesetzungen jener Zeit eine wesentliche Rolle spielten. Arrangements von Opernauszügen waren dort wie da en vogue und bilden einen Schwerpunkt in diesem Programm.
Ausgehend von London Georg Friedrich Händels „Einzug der Königin von Saaba“ aus dem Oratoriium „Salomon“geht die Reise quer durch den Kontinent in das Land „…wo die Zitronen blühen“.

