Pfarrkirche Anras zurück

Wiener Sängerknaben
KonzertKirchenchor Anras

Donnerstag, 25. Juli , 19.30 Uhr
 

Eintritt 25,00 Euro / 12,00 Euro bis 16 Jahre TICKET

Die Wiener Sängerknaben sind einer der berühmtesten Chöre der Welt, und einer der ältesten: 1498 verlegte der römisch-deutsche Kaiser Maximilian I. seinen Hof nach Wien; damit war der Grundstein für die Wiener Sängerknaben gelegt. Über die Jahrhunderte zog der Hof geniale Musiker wie Wolfgang Amadeus Mozart oder Anton Bruckner an. Joseph Haydn, Michael Haydn und Franz Schubert sangen als Knaben im Chor.

Heute sind die Wiener Sängerknaben ein privater, gemeinnütziger Verein, der auf Sponsoren und Spenden angewiesen ist. Der Verein unterhält eine Volksschule und ein Gymnasium mit Schwerpunkt Vokalmusik. 300 Buben und Mädchen zwischen sechs und neunzehn Jahren besuchen den Campus im Wiener Augarten. Alle haben Gesangsunterricht, alle singen in einem der Chöre. Die Ausbildung ist allen zugänglich, unabhängig von Herkunft, Nationalität oder Religion. Etwa ein Drittel der Absolventen werden Sänger oder Musiker.

Die 100 Sängerknaben sind auf vier Tourneechöre verteilt. Zusammen absolvieren die Chöre knapp 300 Auftritte vor einer halben Million Zuschauer in aller Welt: Seit 1924 haben sie auf mehr als 1000 Tourneen in 100 Länder an die 29.000 Konzerte gesungen.

Sonntags musizieren sie mit Mitgliedern der Wiener Philharmoniker und des Herrenchors der Wiener Staatsoper in der Hofburgkapelle in Wien. Immer wieder sind sie bei großen Orchesterkonzerten zu hören, unter Dirigenten wie Joana Mallwitz, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Christian Thielemann, Simone Young. Highlights sind Auftritte bei den Salzburger Festspielen und beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker.

Die Chortradition der Wiener Sängerknaben ist von der UNESCO als Immaterielles Kulturelles Erbe in Österreich gelistet. Professor Gerald Wirth, selbst ehemaliger Sängerknabe, ist der Künstlerische Leiter des gesamten Campus Wiener Sängerknaben.

© Lukas Beck

Manuel Huber wurde in Brixen, Südtirol geboren. Im Alter von sechs Jahren begann er, Klavier zu spielen. Von 2003–2011 war er zunächst Mitglied, später auch Obmann des Vinzentiner Knabenchores. Mit 15 sammelte er erste Dirigiererfahrungen mit den Chören in seinem Heimatort Weitental; gleichzeitig studierte er Klavier am Konservatorium Claudio Monteverdi in Bozen.

Manuel Huber studierte am Mozarteum Salzburg Gesangspädagogik, Chordirigieren und Orchesterdirigieren; 2018 schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab. Seine Ausbildung ergänzte er mit Meisterkursen bei Dan-Olof Stenlund, Erik Westberg und Jan Scheerer und Studien im Fach Psychologie an der Universität Salzburg.

2017 leitete er das Jugendprojekt beim Opernfestival Gut Immling. Weitere Dirigiererfahrungen konnte er mit der Kammerphilharmonie Budweis, der Bad Reichenhaller Philharmonie und dem Sinfonieorchester des Mozarteums sammeln. Zwei Jahre lang war er Chorleiter und Stimmbildner beim Tölzer Knabenchor in München. Seit 2019 ist er Kapellmeister des „Mozartchors“ der Wiener Sängerknaben; zusätzlich ist Manuel Huber als Referent für Chorleitung und Stimmbildung tätig.

Mit seinen Sängerknaben fährt Manuel Huber auf Tournee. Neben dem Konzertrepertoire studiert er mit den Knaben die Messen für die Hofburgkapelle ein; er schreibt Arrangements, bereitet die Kinder auf Ton- und Filmaufnahmen vor und probt für Sonderkonzerte unter Dirigenten wie Ivor Bolton, Riccardo Muti oder Franz Welser-Möst.

Über die Arbeit mit seinem Chor sagt er: „Die intensive Zusammenarbeit und die absolute Begeisterung der Kinder für die Musik bereiten mir große Freude. Neben meiner musikalischen Arbeit ist mir auch die Begleitung der Kinder auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden ein großes Anliegen.“

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